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Geldanlage: Geld richtig anlegen

Man wird nicht reich durch das Geld das man verdient, sondern durch das Geld das man nicht ausgibt. Daher wird man – will man sein Vermögen vermehren – früher oder später vor der Aufgabe stehen eine geeignete Anlageform für die sauer verdienten Ersparnisse zu finden. Wo in Boomzeiten der Finanzmärkte noch mit abenteuerlich anmutenden Renditen bei der Geldanlage geworben wird, kann sich dagegen in finanziell schwierigen Phasen das Augenmerk sehr schnell in Richtung Kapitalerhalt verschieben. Auch die Laufzeit bzw. Anlagedauer des Kapitals spielt bei der Wahl des Anlageproduktes eine wesentliche Rolle.

Diese Sachverhalte dürften heutzutage allgemein bekannt sein und werden oft anschaulich als sogenanntes Anlagedreieck abgebildet. So wird das Zusammenspiel aus Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit anschaulich grafisch verdeutlicht.

Je näher man der „Rendite“ - Spitze des Dreiecks kommt, desto weiter entfernt man sich vom Eckpunkt „Sicherheit“ usw. Damit soll gezeigt werden, dass keine Anlage alles erfüllen kann. 

Durch dieses Gesetz wird sehr schnell klar, dass es auch keine Empfehlung für eine „beste“ Geldanlage geben kann, sondern dass es auf die persönlichen Anlagekriterien des einzelnen Kunden ankommt. Um eine möglichst gute Kombination aus allen Kriterien für das gesamte verfügbare Kapital zu erhalten ist ohnehin eine Splittung auf mehrere Anlagen anzuraten.

Beispiele:

 

Tagesgeld:              eher sichere Anlagen, jedoch ohne große Rendite, schnell verfügbar

Festgeld:                eher sichere Anlage, je nach Laufzeit Verfügbar, kaum bessere Rendite

Aktien:                   schnell veräußerbar, ggf. bessere Renditemöglichkeit, höheres Risiko

Usw.

Nachdem sich aber auch der Markt stetig ändern, sollte man einen Anlagemix nicht als ewig gültige Lösung ansehen, sondern die Anteile je nach Finanzmarktlage überwachen und ggf. deren Gewichtung anpassen.

Hat man größere Vermögen anzulegen, kann man diese Aufgabe auch an professionelle Vermögensverwalter übertragen. Diese kümmern sich – mehr oder weniger erfolgreich – um das Vermögen solventer Kunden und werden in der Regel auch erfolgsabhängig vergütet.  Je besser die Vermögensverwaltung also das Geld vermehrt, desto höher ist deren Vergütung.

Doch auch hier gibt es Unterschiede, die eine genaue Prüfung des Vermögensverwalters sinnvoll machen. Geben Sie aber auf jeden Fall klare Hinweise auf Ihre Risikobereitschaft, die Renditeerwartungen und den Zeitpunkt ab wann Sie wieder über das Kapital verfügen möchten. Lassen Sie dies auch schriftlich dokumentieren um für Klarheit zu sorgen.

Je höher das Vermögen und je unruhiger die Finanzmärkte sind, desto komplexer ist die Frage nach der richtigen Geldanlage. Berücksichtigt man dann auch noch die Inflationsentwicklung, so wird man nicht um einen Anlagemix herumkommen der auch noch Edelmetalle (Gold, Silber, Platin) und Immobilien berücksichtigt.

Gerade die Immobilie kann eine sinnvolle Ergänzung sein, da sie zu den Anlagen gehört die man – im Gegensatz zum Sparkonto - auch heute schon durch das eigene bewohnen sinnvoll nutzen kann.